So blüht der Garten im Sommer und im ganzen Jahr

Tipps für die richtige Pflanzzeit von Bäumen und Sträuchern

Strahlendes Gelb des Ginsters im April, violett-rosa Blüten vom Judasbaum im Mai, spektakuläres Orange-purpur im Herbstlaub des Amerikanischen Amberbaums – wer Bäume, Sträucher und Stauden geschickt pflanzt, erfreut sich als Gartenbesitzer das ganze Jahr an einem grandiosen Wechselspiel von Farben.  
Gewusst wie und wann
Hobbygärtner können das ganze Jahr pflanzen. Man sollte dabei allerdings immer die Wurzeln im Blick behalten. Pflanzen und Bäume mit Erdballen sollten bis Mai im Boden sein. Gehölze und Rosen mit Topfballen können sogar im Hochsommer gepflanzt werden, brauchen dann aber regelmäßig eine Portion Wasser.
So mancher Gartenbesitzer hat eine Vision, wie sich seine grüne Oase entwickeln soll. Dabei lohnt es sich, seinen Pflanzkalender im Blick zu behalten. Sollen zukünftig Nadelgehölze oder immergrüne Laubbäume wie Eibe oder Lebensbaum den Garten oder Vorgarten schmücken, werden diese am besten im August oder September gepflanzt. So haben sie genügend Zeit einzuwurzeln.

Platz für Wurzelwachstum

Wer Sträucher wie den dekorativen Liebesperlenstrauch oder einen Apfelbusch pflanzt, sollte ihnen das Wachsen leichtmachen. Undurchlässiger Boden sorgt für Staunässe bei starkem Regen und Wassermangel in trockenen Perioden. Deshalb vor dem Pflanzen von Gehölzen den Boden mindestens bis in 50 bis 70 Zentimeter Tiefe lockern. Am besten die Pflanzkuhle über die Ausmaße der Pflanze hinaus lockern, damit sich die Wurzeln entspannt ausbreiten und leicht Wasser aufnehmen können. Praktischer Tipp für Hobbygärtner: Das Pflanzloch zweimal so breit und tief ausheben, wie Wurzeln oder Ballen groß sind. Wer dann noch ein paar Schaufeln Sand-Erde-Mischungen dazugibt, fördert die Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Beim Ausheben des Pflanzloches größere Steine und Wurzeln entfernen. Und die Wurzeln vor dem Einpflanzen immer gut wässern. Stehen Gehölz oder Strauch im Pflanzloch, wird Erde aufgefüllt. Hierfür kann man das ausgehobene Erdreich verwenden und mischt am besten als Startdüngung noch reifen Kompost unter. Die Erde dann vorsichtig festtreten – und wieder wässern. Mehr Informationen finden Hobbygärtner in ihren Baumschulen vor Ort oder auf der Homepage des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V. unter www.gruen-ist-leben.de. Hier gibt es auch fachkundige Beratung zu Klassikern wie Rotdorn oder heimische Eibe und praktische Tipps, wie Sie die Qualität angebotener Produkte prüfen können.