Bereits am 6. Juli 2021 haben wir Sie über das vermehrte Auftreten von Ripersiella hibisci, EU-Quarantäneschaderreger, in Kenntnis gesetzt. Auch Italien war seit April 2021 betroffen. Der Europäische Baumschulverband (ENA) hat nun den BdB über die Ausrottung von Ripersiella hibisci in Italien informiert.

Ripersiella hibisci ist vor allem als Schadorganismus an Zierpflanzen und in geschlossenen Systemen bekannt. Inwieweit sich der Organismus auch im Freiland etablieren kann, ist bislang nicht hinreichend erforscht. Der BdB möchte mit diesem Beitrag seine Mitglieder für diese Thematik sensibilisieren. Schließlich weist Ripersiella hibisci ein großes baumschulrelevantes Wirtspflanzenspektrum auf: Celtis, Zelkova, Ulmus, Nerium oleander, Ligustrum ovalifolium, Rhododendron oder auch Hibiscus gehören zum „Beutespektrum“ von Ripersiella hibisci. Darüber hinaus lebt die Woll- und Schmierlaus im Wurzelbereich der Pflanzen. Hierdurch, wie auch durch die allgemeine Größe von Ripersiella hibisci, fällt die praktische Diagnose im Alltag alles andere als einfach aus. In diesem Sinne empfehlen wir Achtsamkeit und einen kritischen Blick beim Zukauf von Ware.

Weitere Informationen können aus der EPPO-Datenbank gewonnen werden.