Knapp 30 Personen nahmen an der internen digitalen Sitzung der Zertifizierungsgemeinschaft gebietseigener Gehölze (ZgG) teil. Dies ist eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass 88 Betriebe bis zum Jahr 2020 an der ZgG beteiligt waren.
Drei wichtige Themen standen zur Diskussion: die DAkkS-Akkreditierung, die Beerntung und die künftigen Aufgaben der ZgG.
Im September 2021 wurde in einer ZgG-Baumschule erfolgreich das erste Audit durchgeführt, in dem die Kriterien des Fachmoduls „gebietseigene Gehölze“, formuliert im Bundesumweltministerium (BMU), geprüft wurden. Das Audit wurde von einem Mitarbeiter der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) begleitet und positiv bewertet.
Seitdem wurden etwa 30 Baumschulen anhand der erhöhten Anforderungen geprüft.
Im Rahmen der ZgG-Sitzung wurden Fragen vorgestellt und beraten, die im Zuge dieser Audits aufgetreten sind. Diese wurden mit der Bitte um Befassung an die DAkkS sowie an das BMU weitergeleitet. Insbesondere die fehlende Überprüfung der Handelsbetriebe wurde als großes Manko bezeichnet, da so die geschlossene Lieferkette für gebietseigene Gehölze nicht gewährleistet werden kann. Die Antworten des BMU und der DAkkS stehen noch aus.
Die ZgG-Teilnehmenden sehen die fehlenden Saatgutmengen als großes Problem. Die Bundesländer haben es in den vergangenen zehn Jahren versäumt, ausreichende beerntbare Saatgutbestände auszuweisen, obwohl die ZgG mehrfach darauf hingewiesen hat. Dies führt bereits jetzt dazu, dass nicht ausreichend gebietseigene Ware am Markt angeboten werden kann. Die geringen Mengen können zu einem recht hohen Preis abgesetzt werden.
Die ZgG hat in den vergangenen zehn Jahren die Finanzierung sowie die Durchführung der Audits übernommen. Dies ist seit der DAkkS-Akkreditierung nicht mehr möglich. Diese Verantwortung liegt jetzt bei den Zertifizierungsstellen. Aus diesem Grund werden sich die Aufgaben der ZgG künftig auf das Marketing sowie auf die politische und inhaltliche Vertretung beschränken.