Seit Jahren begleitet der BdB-Ad-Hoc-Arbeitskreis Torfminderungsstrategie das Thema Torfminderung. Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2030 den Torfeinsatz komplett zu unterbinden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt hierbei die Finanzierung unterschiedlicher Projekte zur Untersuchung der unterschiedlichsten Torfersatzstoffe.
Seit Ende 2021 läuft das Projekt ToPGa, eine Abkürzung für „Entwicklung und Bewertung von torfreduzierten Produktionssystemen im Gartenbau“. Ziel ist, in den kommenden drei Jahren die Untersuchung und Bewertung von Torfalternativen für Kultursubstrate aus gartenbaulicher, ökonomischer und ökologischer Perspektive. Die Koordination und Projektleitung liegt beim Julius Kühn-Institut (JKI). Teilnehmer sind sieben Forschungsinstitutionen. Dabei sind auch Versuchsansteller aus der Baumschulbranche eingebunden. Der BdB stellt zwei Mitglieder in den Projektbeirat, um die praktischen Belange der Baumschulbranche mit einzubringen.
Dabei unterstützt der BdB die Torfreduzierung unter folgenden Prämissen:
a) Es gibt Sortimente, mit denen dieses Ziel nicht erreicht werden wird (Ausnahmen müssen folglich möglich sein). Das Ziel soll auch jeweils einen Mittelwert darstellen.
b) Diese Zahl soll wissensbasiert erreicht werden, d.h. mit Berücksichtigung noch ausstehender Forschungsergebnisse.
c) Die Verfügbarkeit der Torfersatzstoffe muss sichergestellt werden; wenn nicht, muss auf Torf ausgewichen werden können.
d) Ausreichende Qualität der Ersatzstoffe muss gewährleistet sein (für Baumschulen: langfristige Strukturstabilität), gerade bei langlebigen Kulturen werden besonders hohe Anforderungen an das Substrat gestellt.
e) Erreichung der von den Endabnehmern geforderten Gehölzqualitäten.