BdB-Akademie: Zwischen Asphalt & Klimawandel

Mittwoch, 28. Januar 2026, 10:30 bis 12: 00 Uhr mit anschließendem Mittagsimbiss, Saal Berlin, CC West

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Zwischen Asphalt & Klimawandel: Welche Gehölze bestehen?

Die Klimakrise macht es unabdingbar, in Kommunen – insbesondere in dicht bebauten Innenstadtbereichen – massiv neue Bäume zu pflanzen. Durch Beschattung und die Evapotranspiration von Stadtbäumen und anderen Vegetationsstrukturen kann der urban heat island effect, also die Aufheizung versiegelter Stadtzentren, wirksam abgemildert werden.

Dies ist umso notwendiger, als die Auswirkungen der Klimakrise – wie zunehmende Tropennächte und Temperaturen von über 30 °C über weite Teile der Sommermonate – in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität, besonders für vulnerable Gruppen, geführt haben.

Auch die Wiederherstellungsverordnung der Natur auf EU-Ebene (Nature Restoration Law) verpflichtet die Mitgliedstaaten – und damit in Deutschland sowohl die Bundesländer als auch die Kommunen – dazu, bis 2030 bzw. 2040 eine signifikante Erhöhung des Baumkronenbedeckungsgrades (tree canopy) zu erreichen und so das Stadtklima sowie die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Heute prägen jedoch weiterhin großflächig versiegelte Bereiche viele Freiräume deutscher Städte: Asphalt statt Grün, Hitze statt Schatten. Zahlreiche dieser Flächen wären potenziell als Baumstandorte geeignet; es müssen jedoch gezielte Anstrengungen unternommen werden, um sie für die grüne Stadtentwicklung nutzbar zu machen – Stichwort Mobilitätswende und Entsiegelung. Zusätzlich erschwert die oftmals schlechte Bodenbeschaffenheit in urbanen Räumen – nicht nur aufgrund zahlreicher Leitungen im Untergrund, sondern auch durch Kriegsschutt, Altlasten und heterogene Auffüllungen – die Entwicklung vitaler Bäume und macht den Problemraum Stadt noch komplexer.

Angesichts dieser Situation stellen sich nun akut folgende Fragen:

  • Welche Bedingungen brauchen diese „Zukunftsbäume“ – insbesondere hinsichtlich Baumgrube und Wasserversorgung –, um langfristig bestehen zu können?
  • Welche Erfahrungen kann die Baumschulbranche in diesen Prozess einbringen?
  • Welche Baumarten sind für die urbanen Extremstandorte geeignet?

Diese Fragen werden im Rahmen des Seminars gemeinsam mit den drei Expert:innen aus verschiedenen Bereichen der grünen Branche diskutiert.

Die Expert:innen

Isabella de Medici, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektin AKNW| DTP Landschaftsarchitekten

Tristan Wegmann, Geschäftsführer, Wegmann Markenbaumschulen

Dipl.-Ing. Horst Fischer, Geschäftsführer, IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH

Moderation 

Philipp Sattler, Geschäftsführer, Stiftung Die Grüne Stadt

Teilnehmende erhalten kostenlose Eintrittskarten für die IPM Essen.

Bitte melden Sie sich per E-Mail an: zielsdorf@gruen-ist-leben.de