Invasive Arten

BdB fordert Entschädigung der Betriebe

Invasive Arten der Unionsliste – Ailanthus altissima, ein Fall für Europa?

Rückblick

Zum Jahreswechsel 2017 / 2018 hat die Europäische Kommission nach Abwägung vieler Argumente beschlossen, dass im jährlichen Rhythmus geplante Update der Unionsliste invasiver Arten für 2018 auszusetzen.  Ungeachtet dieser Entscheidung wird mit Nachdruck an der Fortführung des geplanten Intervalls gearbeitet.

Risikoanalyse zum Götterbaum vom Wissenschaftlichen Forum vorgelegt

Am 17.April 2018 hat das von der Europäischen Kommission eingesetzte Wissenschaftliche Forum eine überarbeitete Risikoanalyse zum Götterbaum (Ailtanthusaltissima) herausgegeben. In dieser gehen die Wissenschaftler detailliert u.a. auf die aktuelle Verbreitung der Art innerhalb des Hoheitsgebietes der Europäischen Union oder auf die Auswirkungen der Anwesenheit des Götterbaumes in bestehenden Ökosystemen ein. Die vollständige Risikoanalyse können Sie in der europäischen Datenbank CIRCABC einsehen. 

Klicken Sie bitte hierfür zur schnellen Navigation beim Punkt Scientific Forum on IAS auf  „here“ und anschließend auf 2 Risk Assessments - IAS proposed for listing.

Viele wichtige Argumente wurden bei der Erstellung der Risikoananlyse durch das Wissenschaftliche Forum berücksichtigt, doch sieht die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 beim Abwägen für eine Aufnahme in die Unionsliste auch vor, dass neben gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen auf Mensch und Natur etwa auch die Kosteneffizienz sowie soziale und wirtschaftliche Aspekte Berücksichtigung finden müssen.  An dieser Stelle setzt der Bund deutscher Baumschulen an, um auf mögliche Missstände hinzuweisen. 

Der Götterbaum, ein Bienennährgehölz ? Chance zum Erhalt von Insekten?

Der Einfluss des Götterbaumes auf bestehende Ökosysteme wird seit vielen Jahren aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet. In vielen öffentlich geführten Diskussionen wird bei aller Abwägung von Vor- und Nachteilen einer Verwendung des Götterbaumes im öffentlichen Raum außer Acht gelassen, dass dieses Gehölz insbesondere für Honigbienen exzellente Nährwerte bieten.

Das Gehölz kommt zweifellos mit widrigen Standortbedingungen wie etwas erhöhter Einstrahlung oder Trockenheit zurecht, weshalb aufgrund dieser Eigenschaften dem Gehölz an extremen urbanen Standorten eine entscheidende Bedeutung als Rückzugs- und Ernährungsort gefährdeter Insekten zukommen könnte.

Der Europäische Baumschulverband ENA setzt auf Ausbau der Partizipation am Entwicklungsprozess der Unionsliste

Der Bund deutscher Baumschulen wird in Tradition der vorangegangenen Jahre weiterhin die Interessen seiner Mitglieder in die kontinuierlich laufende Diskussion rund um die Erweiterung der Unionsliste einbringen. Dabei kommt  dem Europäischen Baumschulverband ENA eine besondere Bedeutung zu, da über diesen die gebündelten Interessen und Argumente aller EU-Mitgliedsstaaten in die europäischen Gespräche eingespeist und damit letztlich auch die Chancen auf Anhörung und Anwendung  deutlich erhöht werden können. Hierbei muss vor allem der Fokus auf wirtschaftliche und soziale Auswirkungen einer Aufnahme einer Art in die Unionsliste gesetzt werden.

(te)