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27.10.2017

Invasive Arten: ENA-Initiative geplant

Nachdem die EU-Kommission die Anfrage des Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz in Bezug auf eine Entschädigungsmöglichkeit innerhalb der bestehenden Richtlinie für invasive Arten negativ beantwortet hat, ist der BdB an den Europäischen Baumschulverband ENA herangetreten, hier lobbyistisch tätig zu werden.


Zur ENA zählen Baumschulverbände aus ganz Europa. Der Verband begleitet bereits seit mehreren Monaten die Entstehung und Fortentwicklung der EU-weiten Liste der invasiven Arten und moniert insbesondere die Intransparenz der Listung neuer Arten. Ebenso wird die mangelnde klimatische Differenzierung bei der Beurteilung invasiver Arten durch die EU gerügt.

Ziel ist es nun, für eine Entschädigungsregelung zu kämpfen, die denjenigen Baumschulbetrieben zugute kommt, die mit der Kultivierung von Gehölzen zu einem Zeitpunkt begonnen haben, als diese noch nicht auf der Liste verzeichnet waren. Es kann aus Sicht der europäischen Baumschulverbände nicht sein, dass vorhandene Gehölzbestände in den Betrieben durch das mit der staatlichen Listung verbundene Verkaufsverbot entwertet werden.

Zwischenzeitlich sieht es immerhin so aus, dass aus dem Umfeld der Gehölzproduzenten ein Experte für das Expertengremium, das die Liste permanent überarbeitet, hinzugezogen wird. Dies ist als klarer Erfolg für die Bemühungen der europäischen Baumschulwirtschaft zu werten.

(gu)