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28.08.2017

Sommertagung: Workshop Unternehmensnachfolge

Im Rahmen der diesjährigen Sommertagung des Bund deutscher Baumschulen (BdB) e. V. in Berlin hatte die Hartmann Betriebsberatung GmbH ein Seminar zum Thema "Die Unternehmensnachfolge frühzeitig und erfolgreich gestalten" angeboten.


Das Team der Hartmann Betriebsberatung war auch am abendlichen Empfang der BdB-Sommertagung in der Baumschule Lorberg dabei. Hier wurde weiter über das Thema Unternehmensnachfolge diskutiert: (v.l.n.r.) Martin Hartmann, Rabea Hartmann und Guido Steinhoff (Foto: Christian Martin für den BdB)

Rund 20 Teilnehmer hörten in der Bundesgeschäftsstelle des BdBs in der Kleinen Präsidentenstraße in Berlin den Ausführungen des Referenten Martin Hartmann zu.

In dem sechsstündigen Seminar wurden viele Themen der Nachfolgeregelung behandelt: Zunächst ging Hartmann auf die Nachfolge als gesamtwirtschaftliches Problem ein und beleuchtete die verschiedenen Sichtweisen der Akteure – Nachfolger und Abgebender.

Nachfolgeregelungen können in einem Phasenmodell umgesetzt werden – beispielhaft wurde hier auf das Phasenmodell nach Rumpf und Feyerabend verwiesen, das die folgenden Phasen umfasst:

  • In der Frühphase des Modells, im Alter von 40-45 Jahren, sollte ein sogenannter "Notfallkoffer" angelegt werden, der verschiedene Unterlagen, wie beispielsweise Handlungsvollmachten oder ein Testament enthält.
  • In der zweiten Phase, der Entwicklungsphase, sollte im Alter von 50 Jahren das Unternehmen stabilisiert und weiterentwickelt werden, sodass dieses für den Nachfolger attraktiv ist.
  • Die dritte Phase ist die Planungsphase, in der im Alter von 55 Jahren, das Unternehmen auf die Nachfolge vorbereitet wird, indem potenzielle Nachfolger gesucht und ein Nachfolger im gegenseitigen Einverständnis ausgewählt wird.
  • Die Realisierungsphase beginnt im Alter von 60 Jahren. In dieser Phase kann eine gemeinsame Führung mit dem Nachfolger angestrebt und eine Übergangsphase eingeleitet werden.
  • Der Nachfolger sollte zum Übergang in die letzte Phase, die Neustartphase, "installiert" werden, somit sollte der Betrieb an den Nachfolger übergeben werden.

Neben dem beschriebenen Phasenmodell wurden die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen von Betrieben betrachtet. Hierbei wurde vor allem über die finanzwirtschaftliche, die strategische, die operative und die persönliche Situation des Unternehmens berichtet. Weiterhin wurden mögliche Erfolgsfaktoren einer Nachfolgeregelung besprochen und die Umsetzung aus betriebswirtschaftlicher Sicht dargestellt.
Zuletzt wurden noch die steuerrechtlichen sowie die erbrechtlichen Aspekte von Nachfolgeregelungen vorgestellt.

Das komplexe Thema der Nachfolgeregelung wurde in der kurzen Seminarzeit in seinen verschiedenen Facetten beleuchtet und Ziel war es, den Teilnehmern einen Überblick über das umfangreiche Thema zu gewähren.

Die kleine Seminarrunde lud zu einem offenen Austausch und guten Pausengespräche ein. Mit Brötchen und Snacks vom Bund der deutschen Baumschulen gestärkt war es ein erfolgreicher Seminartag.

(Text: Hartmann Betriebsberatung)