Tipps vom Profi

Die grünen Profis der Baumschulbranche geben Ihnen Tipps für die richtige Pflege der Gehölze in Ihrem Garten.

Sommer

Altbekannt und gar nicht giftig

Die Berberitze, auch Sauerdorn genannt, ist in Deutschland weit verbreitet. Im Spätsommer leuchten die kräftig roten, länglichen Beeren in lichten Wäldern, an trockenen Hängen und Straßenrändern. In Parks und in Gärten sind die dornigen Sträucher häufig als Heckenpflanze zu finden. Noch bis zum Oktober kann das Wildobst geerntet werden. Viele denken, die Früchte seien giftig. Dabei wurde die Berberitze bereits im Mittelalter als Lebensmittel und Heilpflanze verwendet. Die Früchte sind reich an Vitamin C sowie Mineralstoffen und wirken antibakteriell, sodass der Saft beispielsweise gegen Zahnfleischentzündungen helfen soll. www.aid.de

Vier Sorten an einem Baum

Jeder mag ihn anders, den Apfel. Doch an diesem Apfelbaum ist für jeden etwas dabei und jeder Geschmack wird bedient: vier verschiedene Apfelsorten an einem Baum. Die naturgesunden Äpfel befruchten sich gegenseitig und reifen nacheinander. So ist eine frühe und konstante Ernte gesichert. Die kleinen Obstbäume passen auch auf die kleinste Terrasse oder in den Minigarten.

Natürlich Stauden stützen

Besonders die schnell austreibenden Stauden benötigen eine Stütze. Dazu reicht es häufig,  Zweigreste vom Strauchschnitt aufrecht zwischen die Horste zu stecken. Auf diese Weise geben Sie  heranwachsenden Trieben einen natürlich wirkenden, fast unsichtbaren Halt.

Hortensie - Omas Blütenbälle liegen wieder im Trend

Lange Zeit galten die großen Blütenbälle der Hortensie als altmodisch. Nun sind sie wieder gefragt und sorgen für eine üppige Farbenpracht auf Terrasse und Balkon. Interessanterweise können Hortensien die Farbe wechseln, informiert die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Mit Rhododendronerde, Hortensiendünger und kalkfreiem Wasser verändern ursprünglich rosa blühende Pflanzen ihre Farbe über ein zartes bis kräftiges Lila nach Blau. An der Umfärbung sind Aluminiumsalze beteiligt, die nur aus einem leicht sauren Boden mit mäßigem Phosphatgehalt aufgenommen werden können. 

Wer die farbenfrohen Blütenbälle abschneidet und in einer Vase trocknet, hat noch monatelang Freude daran. Hortensien sind nicht ganz frosthart und sollten daher in kalten Nächten geschützt werden. Auch ausgepflanzte Exemplare überleben in der Regel nur mit zusätzlichem Winterschutz. Im Herbst dürfen Hortensien nicht radikal geschnitten werden, da viele Sorten wie die beliebte Bauernhortensie im August die Blüten für das nächste Jahr anlegen.

(Heike Kreutz, www.aid.de)

Sommerschnitt bei Süßkirschen (Kopie 2)

Schneiden Sie Ihre Süßkirschen ruhig im Sommer, denn der Schnitt während der Vegetationszeit bremst das starke Wachstum der Kirschbäume und zugleich nimmt damit in der nächsten Saison auch die Fruchtbarkeit zu. Des Weiteren heilen die Schnittwunden im Sommer schneller und sind weniger anfällig für Bakterien- und Pilzbefall.

Pflanzen brauchen Wasser

Wässern und düngen Sie daher regelmäßig. Gießen Sie dabei bitte bevorzugt morgens oder abends, nicht aber zur heißen Mittagssonne. Wichtig ist, dass Sie die Pflanzen direkt in den Wurzelbereich wässern. Doch bedenken Sie, nicht alle Pflanzen brauchen gleich viel Feuchtigkeit, während z.B. Oleander (Nerium oleander) bei Trockenheit Blätter und Blüten fallen lässt, sind Zitruspflanzen durch zu viel Nässe gefährdet.

Sommerschnitt bitte gerne

Gegenüber dem Frühjahrsschnitt bietet Sommerschnitt an Gehölzen mehrere Vorteile:
So setzt der natürliche Wundverschluss an den Schnittstellen schnell ein (trockenere Luft und höhere Temperaturen) und es wird kein zusätzliches Mittel auf die Schnittstellen aufzutragen sein. Das Wundbluten (aus der Schnittstelle austretender Zellsaft) entfällt ebenfalls.
Auch der Buchsbaum dankt Ihnen den Sommerschnitt, denn so können die neuen Triebe bis zum Winter abschließen und die Pflanzen bleiben winterhart und krankheitsresistent.

Sollten Sie sich über die Art des Rückschnittes nicht sicher sein, wenden Sie sich gerne an die Baumschule in Ihrer Nähe. Adressen finden Sie hier auf diesen Seiten.

Sommerputz tut gut

Entfernen Sie welke Blüten regelmäßig. Insbesondere mehrfach blühenden Beet- und Strauchrosen werde es Ihnen mit einer erneuten Blütenpracht danken. Hier werden die verwelkten Blüten mit den zwei darunter liegenden Blättern abgeschnitten. Schneiden Sie Rittersporn und andere Stauden nach dem Verblühen zurück. Sie blühen dann in der Regel ein zweites Mal.

Erntezeit für Äpfel und Birnen

August-Äpfel und -Birnen können geerntet werden, wenn sich die Früchte unter leichtem Drehen vom Baum lösen lassen. Nach der Ernte können Sie gleich den Obstbaumschnitt vornehmen.

Kulturpilze haben immer Saison

Der edle Austernpilz

Der Austernpilz hat sich als Kulturpilz auf dem Markt durchgesetzt und wird von Feinschmeckern wegen seines kräftigen Aromas geschätzt. Der edle Pilz schmeckt in einem sommerlichen Salat mit Rucola und Basilikumblättchen, in einer bunten Gemüsepfanne, in der Quiche, im Risotto und zu italienischer Pasta. Die Delikatesse lässt sich auch wunderbar mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten kombinieren. Ganz einfach gelingt eine Austernpilzcremesuppe: Zwiebeln und Knoblauch werden angeschwitzt und die Pilze hinzugegeben, mit Gemüsebrühe aufgefüllt, gegart und püriert. Majoran, Pfeffer, ein Schuss Sherry und Sahne runden den Geschmack ab.

Der Austernpilz, auch Austernseitling genannt, ist gelegentlich in heimischen Laubwäldern zu finden. Seine Fruchtkörper wachsen traubenförmig an Stämmen toter und geschwächter Pflanzen. In Deutschland wird er erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts kultiviert. Die Zuchtpilze gedeihen heutzutage überwiegend auf Substratsäcken aus Getreidestroh - in großen Hallen und gestapelt auf Hochregalen. Für eine gute Entwicklung braucht der Austernpilz ausreichend Licht. Die Ernte erfolgt durch Abbrechen oder Schneiden der ganzen Traube. Von großen ausgewachsenen Trauben werden fast nur die Hüte verkauft, weil die Stiele leicht zäh sein können. Der Hut des Austernpilzes ist muschelförmig und erinnert an eine Auster. Er kann einen Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern erreichen und ist je nach Art und Anbaubedingungen unterschiedlich von weiß über gelb bis braun gefärbt. Das Fleisch ist weiß, fest und hat einen aromatischen kräftigen Geschmack.

Beim Einkauf sollten Sie nur zu frischen Pilzen greifen, die prall und saftig aussehen und keine trockenen Stielenden haben. Austernpilze sind wie alle Zuchtpilze in der Regel kaum verschmutzt. Am besten reinigt man sie mit Küchenpapier von Stroh- oder Substratresten und hält sie nur, falls notwendig, ganz kurz unter fließendes Wasser. Große ältere Exemplare sind oft zäh und sollten daher nicht verwendet werden. Am besten werden frische Pilze direkt nach dem Kauf verarbeitet. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist die empfindliche Ware ein bis zwei Tage haltbar.
 www.aid.de

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