Tipps vom Profi

Die grünen Profis der Baumschulbranche geben Ihnen Tipps für die richtige Pflege der Gehölze in Ihrem Garten.

Frühling

Herkulesstaude - Effektive Bekämpfung vor der Blüte

Im Frühjahr ist die richtige Zeit, um Herkulesstauden zu bekämpfen. Besonders effektiv ist das Ausstechen der Pflanzen vor der Blüte mit einem scharfen Spaten. Dabei trennt man die Wurzel etwa 10 bis 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche ab. Das Laub wird vom Vegetationskegel entfernt, damit dieser nicht wieder anwächst. Ein wiederholtes Mähen verlangsamt zwar die Ausbreitung, führt aber nicht zum Absterben der Pflanzen.

Die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, stammt aus dem Kaukasus und wurde bereits im 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Seit einigen Jahrzehnten breitet sich die zwei bis vier Meter hohe Staude mit den weißen Doldenblüten rasant aus und verdrängt heimische Arten. Gute Bedingungen findet sie auf Brachflächen und an Uferrandstreifen. Eine Pflanze vermehrt sich mit bis zu 50.000 Samen, die bis zu zehn Jahre keimfähig sind. Die leichten und schwimmfähigen Samen verbreiten sich entlang von Gewässern, Straßen und Gleisen.

Die Herkulesstaude ist auch für die menschliche Gesundheit bedenklich. Der Pflanzensaft kann in Verbindung mit UV-Licht zu schweren verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut führen. Die betroffenen Stellen heilen oft erst nach Wochen ab und es können Pigmentstörungen zurückbleiben. Daher muss der Körper bei den Bekämpfungsmaßnahmen durch eine vollständige Bekleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille geschützt sein. Die Arbeiten sollten nur bei bedecktem Himmel durchgeführt werden.

(Heike Kreutz, www.aid.de)

Obstbäume für Balkon und Terrasse

Säulenobst- oder Zwergobstbäume in Gefäßen  sollten ca. alle vier Jahre in einen größeren Topf umgetopft werden. Bitte stellen Sie diese Gefäße nicht  direkt auf den Boden, denn so käme es zu Staunässe, da das überschüssige Wasser nicht  abfließen kann. Dies ist im Sommer, aber insbesondere im Winter wichtig. Legen Sie z. B. zwei dünne Holzlatten zwischen Gefäß und Boden. So schaffen Sie den nötigen Freiraum. Zudem wird damit der Balkon- oder der Terrassenboden geschont. An exponierten Standorten ist im Winter eine Abdeckung des Gefäßes mit Stroh oder Laub sinnvoll.

Obstbäume schneiden

Mit dem Frühlingsanfang sollten alle Obstbäume geschnitten werden. Allerdings bitte darauf achten, dass Sie an einem frostfreien Tag schneiden. Achten Sie ebenfalls darauf, alle kranken und abgestorbenen Triebe bis ins gesunde Holz zurück zu schneiden.

Ziersträucher schneiden

Besonders Ziersträucher freuen sich, wenn im März die älteren Triebe entfernt werden. Jetzt sind härtere Fröste nicht mehr unbedingt zu erwarten und der neue Austrieb steht kurz bevor.  Weiterführende Informationen zum Gehölzschnitt finden Sie auch in den BdB Handbüchern, zu erhalten im BdB-Shop.

Auch Gehölze brauchen Nahrung

Besonders nach einem Schnitt müssen die Gehölze mit Beginn des Wachstuns mit Nährstoffen versorgt werden. Nutzen Sie dazu falls vorhanden Gartenkompost. Aber auch Langzeitdünger bieten sich an.

Neuer Boden – neues Blühen

Besitzen Sie Kübel- und Balkonpflanzen? Dann ist es nun an der Zeit sie umzutopfen.

Winterdecke ade

Mit dem Einzug des Frühlings sollten Sträucher, Immergrüne und Rosen von ihrem Winterschutz aus Laub oder Reisig befreit werden. Ein verspätetes Entfernen der wärmenden Decke kann einen vorzeitigen Austrieb zur Folge haben. Bei ggf. einsetzenden Spätfrösten würden die jungen Triebe ihre Neugierde aufs Leben mit Schäden bezahlen müssen.

Frühlingszeit ist Pflanzzeit

Ob Bäume, Sträucher, Hecken, Obstgehölze oder Stauden: Wenn Sie pflanzen wollen, dann jetzt. Das Pflanzloch sollte dabei rund 1,5 mal so groß sein wie der Ballen bzw. die Wurzel Ihres Gehölzes. Bitte beachten Sie, dass Dünger nicht in direkten Kontakt mit den Wurzeln kommen. Vermischen Sie bodenverbessernde Substrate gründlich mit dem Aushub, bevor Sie sie in den Boden wieder in das Pflanzloch einbringen. Bei größeren Gehölzen empfiehlt es sich, diese mit einem Pfahl zu sichern, damit sie ungestört ihre Feinwurzeln entwickeln können.

Hartes Herz und scharfe Schere

Diese gärtnerische Weisheit gilt für alle, die ihre Rosen zurückschneiden möchten. Ab Ende März ist dafür der optimale Zeitpunkt. Für Beet- und Edelrosen gilt ein Rückschnitt auf ca. 20 bis 30 cm, Strauchrosen werden um ca. 1/3 zurück geschnitten und die Bodendeckerrosen sollten auf ca. 15 cm gekürzt werden. Bei Kletterrosen werden die Seitentriebe etwas eingeschnitten.

Für alle Rosenarten gemeinsam gilt: kranke und überalterte Triebe entfernen.

 

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