Invasive Arten

In enger Zusammenarbeit mit dem europäischen Baumschulverband European Nursery Association (ENA) hat der BdB Stellung bezogen. Ziel des BdB ist es, eine Einstufung von im Baumschulsortiment existenten Gehölzen als "invasive gebietsfremde Arten mit unionsweiter Bedeutung" aufgrund fachlich nachvollziehbarer Gründe zu verhindern.

Zum 1. Januar 2015 trat die Verordnung über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in der Europäischen Union in Kraft. Im Zentrum der Verordnung steht die sogenannte "Unionliste invasiver gebietsfremder Arten mit unionsweiter Bedeutung". Die Liste wird aktuell durch die Europäische Kommission erarbeitet.

In enger Zusammenarbeit mit dem europäischen Baumschulverband European Nursery Association (ENA) hat der BdB Stellung zur den Entwürfen einer Liste bezogen. Die Bemühungen wurden durch den parallel stattgefundenen Dialog mit dem ZVG zusätzlich unterstützt.

Der BdB möchte eine Einstufung von im Baumschulsortiment existenten Gehölzen als "invasive gebietsfremde Arten mit unionsweiter Bedeutung" aufgrund fachlich nachvollziehbarer Gründe verhindern.

Der Bund deutscher Baumschulen vertritt die Meinung, dass die Europäische Union bei der Bekämpfung invasiver Arten mit unionsweiter Bedeutung ihren Fokus auf die Bekämpfung bislang unbekannter und/oder wenn überhaupt, auf in wenigen Mitgliedsstaaten bekannten Organismen legen sollte. Eine Vielzahl gebietsfremder Pflanzen in der Europäischen Union hat seine Etablierung bereits im 17. und 18 Jahrhundert erfahren. Eine Bekämpfung eben dieser Arten erscheint daher nicht zielführend, da aus fachlicher Sicht eine einhundertprozentige Verdrängung der invasiven Arten als ausgeschlossen gilt und die aus den sich ergebenen Maßnahmen resultierenden Kosten utopisch hoch ausfallen würden. Hier drohen erhebliche Folgen für die EU-Mitgliedsstaaten, da so Ressourcen und personelle Kapazitäten schnell an Grenzen geführt würden.

Der BdB wird auch in den kommenden Wochen fortfahren und den Dialog suchen, um den Prozess weiterhin aktiv mit fachlicher Expertise zu begleiten.

(te)