Ocko Martens aus dem Landesverband Weser-Ems (Mitte) ist neuer Ausschussvorsitzender der Jungen Unternehmer. (Foto: Christian Malsch für den BdB)

Arbeitsbereich Marketing

Großhandelsausschuss

Der Großhandelsausschuss wählte Stefan Lorberg einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Gremiums. Damit tritt er die Nachfolge von Christian Lappen an, der für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand.

Inhaltlich hatte die Sitzung mehrere Schwerpunkte:

Professorin Heike Bohne von der Universität Hannover stellte die Ergebnisse einer Versuchsreihe mit gebietseigenen Gehölzen dar. Dabei konnte sie nachweisen, dass die Anpassungsfähigkeit von Gehölzen einer Art aus verschiedenen deutschen Vorkommensgebieten in Bezug auf Trockenstress und Spätfröste signifikant gleich ist. Vermutete genetische Unterschiede von Gehölzvorkommen aus unterschiedlichen Herkünften spielen wohl keine Rolle in Bezug auf das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der genetischen Variabilität innerhalb eines Vorkommensgebietes kamen die Teilnehmer der Sitzung nicht umhin, die Sinnhaftigkeit der vom Gesetzgeber verlangten innerartlichen Ausdifferenzierung fachlich massiv in Frage zu stellen. Gleichwohl war den Teilnehmern bewusst, jenseits aller gärtnerischen und wissenschaftlichen Befunde, gesetzliche Anforderungen erfüllen zu müssen.

Auch die FLL-Gütebestimmungen kamen auf die Tagesordnung. Neben der fachlichen Betrachtung diverser Aspekte bei der angestrebten Neuordnung wurde besonderes über die Gehölzabnahmeberater der FLL gesprochen.

Unerlässlich erschien den Teilnehmern eine einheitliche Qualifikation der Abnahmeberater, die nur mit Hilfe einer gemeinsamen Schulung und – noch wichtiger – einer standardisierten Prüfung herbeigeführt werden könne. Die Bestrebungen, eine solche Prüfung im Jahr 2017 durchzuführen, wurden einhellig begrüßt: Denn häufigste Konfliktpunkte auf einer Baustelle sei die nur unzureichende Fachkenntnis von Abnehmern über die berufsständischen Gütebestimmungen der Baumschulwirtschaft.

In Bezug auf die Verbesserung der Pflanzenkenntnis begrüßten die Teilnehmer der Sitzung die vom Bundesverband deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) initiierte und vom BdB mitbegleitete Pflanzenplanertagung im Februar 2017 in Freising. Es sei wichtig, insbesondere bei Bauprojekten in den Städten ausreichendes Wissen über die Wirkungsbeziehungen von Gehölzen und ihrem Endstandort zu haben. Weiterhin wurde der BdB aufgefordert, noch stärker als bisher, über Gehölze im Allgemeinen und über den Geltungsbereich gebietseigener Pflanzen im Besonderen bei öffentlichen Auftraggebern und Planern aufzuklären.

(gu)

Junge Unternehmer

Das neue Jahr der Jungen Unternehmer begann mit der Wahl eines neuen Vorsitzenden. Ubbo Kruse legte sein Amt im Zuge der Sitzung nieder. Ocko Martens, Landesverband Weser-Ems, übernahm nach einstimmiger Abstimmung das Amt des Vorsitzenden. Der Bund deutscher Baumschule möchte sich an dieser Stelle recht herzlich bei Ubbo Kruse für die gute Zusammenarbeit bedanken und wünscht Ocko Martens in seiner neuen Position alles Gute und viel Erfolg. Die Mitglieder des Ausschusses sind sich sicher, dass die Mitglieder des Ausschusses zukünftig vermehrt zu den „Themen von Morgen“ Stellung beziehen wollen. Hierfür wurde es für unerlässlich angesehen, dass zunehmend neue junge Kolleginnen und Kollegen für die Gremienarbeit begeistert werden müssen. Hierfür haben sich die Teilnehmer auf den Ausbau moderner Kommunikationsmedien verständigt, um frühzeitig und schnell auf neue Ereignisse reagieren zu können. Nähere Informationen erhalten Sie über Marius Tegethoff, BdB.

(te)

Öffentlichkeitsarbeit

Das Gremium Öffentlichkeitsarbeit traf sich im Rahmen der Wintertagung wieder zwei Mal, am Montag und am Mittwoch, für jeweils zwei Stunden. Um die 20 Teilnehmer und Gäste folgten der Einladung des Ausschussvorsitzenden Neil Saâd. Im Fokus stand im ersten Termin ein Rückblick auf die Aktivitäten der BdB-Imagekampagne im 2. Halbjahr 2016 und deren Ergebnisanalyse. Julia Peters, Leiterin BdB-Verbandskommunikation, berichtete über die Öffentlichkeitsarbeit und Interne Kommunikation, die im vergangenen Jahr ganz im Zeichen der Digitalisierung stand (Digitales Pressemonitoring, Grün online, digitaler Jahresbericht, Website-Relaunch). Außerdem ging es auch um den Abschluss der Leitbildentwicklung, die im Rahmen der diesjährigen Wintertagung zur Abstimmung kommen sollte. Ein Ausblick auf die Projekte im 1. Halbjahr 2017 schloss sich an. Allen voran der BdB-Websiterelaunch. Aber auch die Modifizierung der Pressearbeit mit neuem Schwerpunkt war Thema.

Der zweite Teil des Ausschusses am Mittwochmorgen hatte Workshop-Charakter. Der Ausschuss wollte einen Beitrag zum Schwerpunktthema der Wintertagung, „Unternehmensnachfolge“, leisten. Nach einem Praxisbericht von Niels Reinke, berichten weitere Teilnehmer über ihre Erfahrungen. Das Gremium widmet sich dann speziell den kommunikativen Gesichtspunkten des Themas. Hierbei wurden einige zentrale Punkte erarbeitet, die durch die Bundesgeschäftsstelle in einer Checkliste niedergeschrieben werden. Als Serviceangebot soll diese allen Mitgliedern des Verbandes zur Verfügung stehen. Des Weiteren wird angedacht, auf der BdB-Website Servicenummern und Kontakte zu dem Thema Betriebsübergabe anzubieten.

(pe)

Einzelhandel

Der Ausschuss Einzelhandel traf sich mit 15 Mitgliedern und Gästen am Dienstag, 10. Januar 2017, 13.30 Uhr, im Adenauer Zimmer. Der kommissarische Vorsitzende, Andreas Huben (BdB-Schatzmeister), führte durch die Sitzung. Einer allgemeinen Aussprache zur Lage im Einzelhandel folgte ein Bericht über die Imagekampagne in Bezug auf die Einzelhandelsbetriebe.

Erneut wurde auf das besonders dringliche Thema eingegangen, das vor allem die Unternehmer mit Privatkunden-Kontakt immer mehr beobachten. Es ist der Trend, private Gärten mit Kies anstatt lebendigem Grün zu gestalten. Bereits im vergangenen Jahr war ein Antrag gestellt worden, das Thema gemeinsam mit anderen Verbänden voranzutreiben. Bisher hatte es ein Treffen mit einem Vertreter des Bundes deutscher Staudengärtner in Berlin gegeben. Julia Peters berichtete darüber. Inhaltlich seien sich alle darüber einig, wie die zentrale Botschaft lauten müsse. Peters gab jedoch zu bedenken, dass es nicht allein ausreiche, Broschüren oder Fotos zu produzieren, die die Begrünung von Gärten im Gegensatz zum Kies-Einsatz hervorheben. Die eigentliche Herausforderung sei es, diese Information in die Zielgruppe zu tragen und die Orte auszumachen, an denen man diese Zielgruppe finde. Denn es läge in der Natur der Sache, dass sich Hausbesitzer mit Kiesgärten keine Pressetexte in der grünen Rubrik von Tageszeitungen durchlesen und auch keine Baumschulen oder Gärtnereien aufsuchen würden. Man müsse diese Zielgruppe an den Orten ausmachen, an denen sie sich aufhalten, so zum Beispiel auf Baumessen oder dort, wo es um die Finanzierung von Eigenheim ginge. Ein Konzept hierfür werde durch die Bundesgeschäftsstelle erarbeitet.

(pe)