Sitzungen des Hauptausschusses und des erweiterten Hauptausschusses

Bereits im Hauptausschuss und erweitertem Hauptausschuss war das Präsidium in der neuen BdB-Berufsbekleidung zu sehen. (Foto: Christian Malsch für den BdB)

Im Hauptausschuss beraten die Vorsitzenden der Landesverbände gemeinsam mit den Präsidiumsmitgliedern über grundsätzliche Themen der Verbandsarbeit. Der erweiterte Hauptausschuss, dem auch die Vorsitzenden der Ausschüsse angehören, diskutierte Fachthemen.

Strukturwandel in der Branche
Im Zentrum der diesjährigen Betrachtung standen im Hauptausschuss die wirtschaftliche Situation der Baumschulen und der Strukturwandel innerhalb der Branche. Dabei wurde deutlich, dass der Verband, stärker als bisher, auf Endverkaufsbetriebe und Unternehmen mit begleitender Dienstleistung eingehen soll. Dabei gehe es nicht um eine etwaige Konkurrenz zu anderen Verbänden, sondern vielmehr darum, die Baumschulen in all ihren wirtschaftlichen Betätigungsfeldern angemessen zu betreuen.

Beitragsreform
Ein weiterer Schwerpunkt der Hauptausschusssitzung war der Sachstand der Beitragsreform. Das Ziel, auch in den nächsten Jahren die Beitragsgerechtigkeit durch geeignete Elemente der Beitragserhebung zu gewährleisten, spielte in der Diskussion eine große Rolle. Die Beitragsreformkommission wurde gebeten, anhand von Testbetrieben neue Elemente für die Beitragsveranlagung auf ihre Wirkung für die Betriebe und das Beitragsaufkommen zu testen.

Europäisches Sortenverzeichnis
Der erweiterte Hauptausschuss diskutierte diese Fachthemen: Unter anderem kam das europäische Sortenverzeichnis zur Sprache, das die Branche dazu verpflichtet, nur solche Obstsorten europaweit zu handeln, die in diesem Register benannt sind. Hier hatte der BdB gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und anderen Verbänden an den Bundestag appelliert, die gesetzlichen Grundlagen für dieses Sortenregister noch im vergangenen Jahr zu schaffen. Dies ist auch erfolgt. Gemeinsam mit anderen Institutionen hat der BdB tausende von Obstsorten benannt, die im BSG-Artikelstamm als handelbare Produkte verzeichnet sind. In den nächsten Monaten gilt es nun, diese gemeldeten Obstsorten anhand von amtlichen Checklisten zu beschreiben.

Quarantäneschädiger
Auch die Quarantäneschädiger waren wichtiger Gegenstand der Beratungen. Die BdB-Forderung nach einem Entschädigungsfonds wurde einhellig begrüßt. Auch das hohe Engagement des Verbandes, vor den Gefahren der Einschleppung zu warnen, fand die Zustimmung der Teilnehmer. Es zeigte sich, wie wichtig das hohe Engagement der Baumschulwirtschaft im Hinblick auf die Pflanzenhygiene zu bewerten ist. In diesem Sinne empfahl der erweiterte Hauptausschuss der Mitgliedervertreterversammlung auch die Annahme des Entwurfs der branchenspezifischen Leitlinien zum Nationalen Aktionsplan integrierter Pflanzenschutz.

Imagekampagne
Weiterhin wurde der erweiterte Hauptausschuss über die Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit des BdB informiert. Neben dem Endverbraucher standen im vergangenen Jahr wieder einmal die kommunalen Entscheidungsträger im Fokus der Imagekampagne.

Verbandsetat
Schließlich gab der erweiterte Hauptausschuss auch grünes Licht in Bezug auf den Verbandsetat. Der Mitgliedervertreterversammlung empfahl das Gremium die Annahme des Etatablaufs und des Voranschlags für das nächste Haushaltsjahr.

(gu)

Michael Fuchs, LV-Vorsitzender Rheinland-Pfalz-Saar.
Renke zur Mühlen, LV-Vorsitzender Weser-Ems.
Wolf-Dieter Giesebrecht, LV-Vorsitzender Westfalen-Lippe.
Wolfgang Müller (links), LV-Vorsitzender Sachsen, im Gespräch.
Jörg Schneider, LV-Vorsitzender Brandenburg-Berlin.
Hans-Olaf Schröder, LV-Vorsitzender Hannover.
Michael Kutter (stehend, links), Vizepräsident und LV-Vorsitzender Bayern.
Bernhard von Ehren (Mitte), Vizepräsident und LV-Vorsitzender Hamburg, im Gespräch. (Alle Fotos: Christian Malsch für den BdB).