Die Mitgliedervertreterversammlung stellt die Weichen für das kommende Jahr

Helmut Selders erläutert die Gründe für den ZVG-Austritt

Das höchste Entscheidungsgremium des BdB ist die Mitgliedervertreter-versammlung. Sie besteht aus den Delegierten der BdB-Landesverbände und bestimmt einmal jährlich die Strategie des Verbandes.

Stellvertretend für Präsidium und Geschäftsführung gab Präsident Helmut Selders in seinem Bericht Rechenschaft über die Arbeit des Verbandes im vergangenen Jahr. Dabei wurden zahlreiche politische, fachliche und öffentliche Themenfelder bearbeitet. Im Zentrum der politischen Arbeit stand der Entschädigungsfonds für die Baumschulwirtschaft. Ebenso konnte Selders von den gemeinsamen politischen Aktivitäten mit den Partnerverbänden BGL und bdla zur Zukunft des Stadtgrüns berichten und vom gemeinsamen Forderungskatalog für die aktuelle Wahlperiode des Deutschen Bundestages.

Wie in jedem Jahr konnte der Präsident auf zahlreiche fachliche Aktivitäten des BdB verweisen. Die intensiven Kontakte mit den Behörden der Länder zu den Themen „Pflanzenschutz“, „Nachhaltigkeit“ und „Export“ waren dabei nur drei Facetten der umfangreichen Tätigkeit des Verbandes im Dienste seiner Mitglieder. Auch konnte Selders die gute Öffentlichkeitsarbeit des BdB hervorheben, die die Baumschulen und ihre Produkte als wichtigen Spieler bei der Schaffung und bei der Entwicklung von öffentlichen und privaten Grünanlagen positionieren. Dabei betonte Selders wie wichtig es ist, die politische Arbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit zu verzahnen, um dadurch nicht nur politischen Entscheidungsträgern die Bedeutung der Gehölze vor Augen zu führen, sondern auch der breiten Öffentlichkeit, um so mit Hilfe der Bevölkerung die Dringlichkeit dieses Themas an die Politiker zurück zu spiegeln. Anknüpfungspunkte konnte Selders dabei im Hinblick auf das Stadtgrün im Klimawandel herausarbeiten, aber auch bei der Bedeutung der Gehölze als Hauptträger der biologischen Vielfalt und damit als wichtige Grundlage für den Erhalt der vielfaltigen Insektenwelt.

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten der Verbandsarbeit hatte die Mitgliedervertreterversammlung selbstverständlich auch über den Etat des abgelaufenen Jahres zu befinden. Der Etatablauf 2016/2017 wurde von Hauptgeschäftsführer Guhl erläutert. Dieser konnte den Mitgliedervertretern von einem positiven Haushaltssaldo berichten.

Einstimmig wurden Präsidium und Geschäftsführung von der Mitgliedervertreter-versammlung entlastet.

Ebenso präsentierte Guhl den Etatvoranschlag, der von der Mitgliedervertreter-versammlung einstimmig genehmigt wurde und den Etatablauf und den Voranschlag der Imagekampagne. Schatzmeister Huben konnte die solide Vermögenslage erläutern.

Durchaus mit Spannung wurde die Diskussion um die Mitgliedschaft des BdB im ZVG erwartet. Präsident Selders legte ausführlich die Gründe dafür dar, warum Präsidium und Hauptausschuss der Mitgliedervertreterversammlung empfehlen würden, grünes Licht für einen Austritt zu geben. Dabei betonte er nicht nur die massiven Differenzen in der politischen Interessenvertretung beider Verbände und die strukturellen Defizite, die aus Sicht des BdB im ZVG existieren, sondern er machte auch deutlich, dass ein zahlendes Mitglied eines Verbandes das Recht habe, dass seine Belange unumwunden vertreten werden. Nach kurzer Aussprache stimmten in geheimer Abstimmung 85 Prozent der Delegierten für die Vollmacht an das Präsidium, einen Austritt aus dem ZVG zu vollziehen.

(gu)

Die Mitgliedervertreterversammlung von oben betrachtet.
Einsammeln der Stimmzettel.
Die Auszählung: jetzt wird es spannend.