Parlamentarischer Abend III: Verbände legen Abgeordneten ihre Positionen zur Bundestagswahl vor

Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) gemeinsam mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und dem Bundesverband Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) politische Positionen zum Bundestagswahlkampf vorgelegt.

Stellvertretend für Regierung und Opposition nahmen der naturschutzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Schulze, und der landwirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Harald Ebner, dazu Stellung.

Für den BdB hob Präsident Selders die Dringlichkeit der Weiterentwicklung des integrierten Pflanzenschutzes hervor. Angesichts der dramatischen Ausbreitung von Schaderregern aufgrund der Globalisierung und des Klimawandels, müsse der integrierte Pflanzenschutz ein wichtiger Eckpfeiler für die Baumschulproduktion bleiben. Auch sei eine Straffung und Bündelung der Genehmigungsverfahren bei einer Bundesbehörde sinnvoll.

bdla-Präsident Till Rehwaldt hob für die drei Verbände den Aspekt des Stadtgrüns hervor. Die Wertschöpfungskette, die durch die drei Verbände abgebildet werde – Planung, Produktion und Anlage bzw. Pflege – würden verdeutlichen, wie wichtig die ganzzeitliche Betrachtung des Stadtgrüns vom planerischen Entwurf bis zur Pflege der Grünflächen sei. Die Bedeutung der grünen Infrastruktur müsse dabei weiter gestärkt werden.

Für den BGL verdeutlichte Vizepräsident Lutze von Wurmb, wie wichtig es sei, dass positive wirtschafts-, sozial- und finanzpolitische Rahmenbedingungen für die grünen Branchen geschaffen würden. Man wolle eine starke und kompetente Verwaltung, die in der Lage sei, mit ebenso starken wie leistungsbewussten Partnern aus der Wirtschaft Grünflächen zu planen und anzulegen.

Neben den beiden Berichterstattern aus den Fraktionen, Schulze und Ebner, betonten auch die übrigen anwesenden Abgeordneten die Dringlichkeit, das gestaltete Grün in Stadt und Land zu forcieren. Es sei eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen.

Während Harald Ebner die Forderung des BdB nach einer Bündelung der Pflanzenschutzgenehmigungsverfahren bei einer Behörde kritisch sah, betonte der für das Bundeslandwirtschaftsministerium anwesende Staatssekretär Hermann Onko Aeikens, dass an einer Straffung der Genehmigungsverfahren kein Weg vorbeiführe.

Alle Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig, dass das von der Bundesregierung vorgelegte Weißbuch Stadtgrün eine notwendige Grundlage sei, um in der nächsten Legislaturperiode dieses wichtige politische Themenfeld weiter zu konkretisieren und ausreichend ausgestattet umzusetzen.

Die Positionen zur Bundestagswahl finden Sie hier.

Die gemeinsame Pressemitteilung von BdB, BGL und bdla zum Parlamentarischen Abend am 16. Mai 2017 finden Sie hier.

(gu)