BdB trifft GALK: Straßenbäume im Blickwinkel

Foto: BdB

Zum zweiten Mal nach 2014 kam der Großhandelsausschuss unseres Verbandes mit dem Arbeitskreis "Stadtbäume" der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) Ende Mai in München zu einem Arbeitstreffen zusammen. Die Themen rankten sich rund um die Stadtbäume.

Unter der Leitung der Vorsitzenden, Christian Lappen für den BdB und Dr. Joachim Bauer für die GALK, wurde eingehend der Straßenbaumtest 2 des Arbeitskreises "Stadtbäume" diskutiert. Die Testung erfolgt in verschiedenen Städten der GALK-Mitglieder, wobei durchaus unterschiedliche Anwuchserfolge registriert wurden. Neben lokalen Standortbedingungen machten die Teilnehmer der Sitzung auch regionale Unterschiede, wie zum Beispiel unterschiedlichen Schädlingsdruck dafür verantwortlich.

Neben diesen neuen Baumsorten plädierten die Sitzungsteilnehmer auch für die Verwendung traditioneller Baumarten, da sie in vielen Fällen nach wie vor als Stadtbäume bewährt seien. Auch wurde darüber nachgedacht, Nadelgehölze stärker in den Fokus der Stadtbäume zu nehmen.

BdB und GALK thematisierten auch die bevorstehende Überarbeitung der FLL-Gütebestimmungen. Von Seiten der kommunalen Vertreter wurde verschiedentlicher Konkretisierungsbedarf bei den Gütebestimmungen avisiert. In diesem Zusammenhang verwiesen die Baumschuler auf den noch nicht abgeschlossenen Meinungsbildungsprozess im BdB, wobei man die GALK-Anregungen gerne mit in die Erwägungen ziehen wolle.

Ein weiteres Diskussionsfeld war die Zukunft des Stadtgrüns, das im Augenblick politisch hohe Aufmerksamkeit erfährt. Man war sich darüber einig, dass beide Institutionen, GALK und BdB, richtigerweise den Entstehungsprozess des Weißbuches durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit begleiten. In diesem Zusammenhang regten die BdB-Vertreter an, bei Baumpflanzungen auf größere Gehölze zurückzugreifen, weil diese nach anfänglichem höheren Wasserbedarf weniger pflegeintensiv seien als kleine Qualitäten. Dieser Überlegung begegneten die Kommunalvertreter durchaus uneinheitlich.

Den Abschluss des Treffens bildete ein gemeinsames Abendessen, bei dem die Diskussion zwanglos fortgeführt wurde. Einig war man sich, dass man spätestens in zwei Jahren erneut zu Beratungen zusammenkommen möchte.

(gu)