Invasive Arten: ENA-Initiative fordert Entschädigung

Bereits vor einigen Wochen hat der BdB eine europäische Entschädigungsregelung für die Baumschulwirtschaft gefordert, wenn die in den Betrieben kultivierten Pflanzen auf die Liste invasiver Arten gesetzt werden.

Hintergrund der Forderung ist, dass insbesondere Baumschulkulturen über lange Jahre in den Betrieben angebaut werden, aber eine Listung als invasive Art durch die EU-Kommission innerhalb eines halben Jahres erfolgt. Wird eine Pflanze auf diesen "Index" gesetzt, droht ihr ein unmittelbarer oder mittelbarer Verkaufsstopp. Die damit verbundenen negativen wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe bedürfen eines finanziellen Ausgleichs durch die europäischen Behörden, so die Überzeugung des BdB.

Im Rahmen der letzten Sitzung der ENA-Geschäftsführer am 12. Dezember 2017 wurde diese BdB-Forderung von der ENA aufgegriffen und in eine gemeinsame europäische Initiative transformiert. Damit fordern die zwanzig ENA-Nationen gegenüber dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission eine solche Entschädigungsregelung. Das EU-Regelwerk, das ohnehin die Einbeziehung der wirtschaftlichen Folgen in den Prozess der Bewertung einer invasiven Art vorsieht, muss dahingehend verbessert werden, dass der zu beziffernde Schaden in den Betrieben angemessen finanziell kompensiert wird.

Über den Fortgang der Initiative werden wir Sie in den nächsten Monaten informiert halten.

(gu)