Invasive Arten: BdB fordert Entschädigung der Betriebe

Die von der EU beschlossene Liste invasiver Arten, die u.a. Pflanzen auflistet, die innerhalb der europäischen Gemeinschaft nicht mehr verkauft werden dürfen, führt dazu, dass Pflanzenbestände in deutschen Baumschulen von einem unmittelbaren Verkaufsverbot betroffen sind. Als jüngstes Beispiel gilt die Staude Pennisetum setaceum, die seit der jüngsten Aktualisierung der EU-Liste einem Verkaufsverbot unterliegt.

Insbesondere bei mehrjährigen Kulturen ist zum Zeitpunkt der Anpflanzung in den Betrieben gar nicht absehbar, ob ein Gehölz zu einem späteren Zeitpunkt auf die invasive Artenliste gehoben wird. Daher fordert der BdB die Entschädigung für die in Baumschulen vorhandenen Gehölze, die auf diese Weise verkaufsunfähig werden.

Hierzu hat der Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz eine Anfrage an die EU-Kommission gestellt, mit dem Ziel, diese für die negativen Folgen für die Wirtschaft zu sensibilisieren. Hierzu erwarten Herr Florenz und der BdB in wenigen Tagen eine Antwort der Kommission. Diese Antwort werden wir als Grundlage für unsere Stellungnahme in Bezug auf die Evaluierung der Richtlinie, die in den kommenden Wochen durchgeführt wird, nutzen.

(gu)