BdB-Hygieneleitlinie

Der BdB formuliert eigene Hygieneleitlinien

Die Baumschulen produzieren die Gehölze und Stauden überwiegend im Freiland.

Die Gefahr, dass die Baumschulkulturen mit fremden Schaderregern infiziert werden, ist durch die Folgen des Klimawandels sowie des globalen Handels real.

Durch Pflanzensouvenirs aus Urlaubsländern, durch den Import von Gehölzen und Stauden aus Übersee oder dem Mittelmeerraum können diese Schadorganismen nach Deutschland eingeschleppt werden.

Werden oder sind diese Schädlinge als Quarantäneschädlinge eingestuft, dann hat das Auftreten dieser Schädlinge in unmittelbarer Umgebung einer Baumschule negative Folgen, bis zum Handelsverbot.

Die Baumschulen können nicht alles gegen diese Einschleppung tun, da das meiste außerhalb des Wirkungskreises einer Baumschule passieren wird.

Dennoch hat der BdB in Goslar 2018 entschieden, eigene Hygieneleitlinien zu formulieren, die jedem Baumschuler zur weiteren Umsetzung zur Verfügung gestellt werden.

Auf diese Weise soll die Gefahr der Einschleppung von Quarantäneschädlingen durch Baumschulen minimiert werden.

Inhalte dieser Leitlinie könnten sein:

  • Auf die Herkunft der Pflanzen achten
  • Zukauf nur aus Schaderreger freien Gebieten
  • Überprüfung der zugekauften Ware
  • Effizientes Quartiersmanagement
  • Schulung der Mitarbeiter
  • Separierte Lagerung von Importware
  • Regelmäßige Testung auf potentiellen Befall der Pflanzen
  • Dokumentation der Maßnahmen

Weitere Inhalte sind in der Diskussion.

Die Einhaltung dieser Hygieneleitlinie wird zu höheren Kosten führen. Hiermit werden sich die Baumschulen allerdings auch ein höheres Maß an Sicherheit erkaufen können, evtl. auch einen Vorteil im europäischen Wettbewerb.