Gebietseigene Gehölze: Audits 2016 erfolgreich abgeschlossen

Die korrekte Auszeichnung ist zum Auffinden in den Beständen eine Voraussetzung. (Fotos: BdB)
Der Auditor prüft auf den Feldern die Bestände. (Foto:BdB)

Vier Auditoren, beauftragt von der SGS-TÜV Saar GmbH, haben in diesem Jahr die Prüfungen bei den ZgG-Teilnehmern vorgenommen. Dabei wurden 65 Audits erfolgreich abgeschlossen.

Die Teilnahme an der ZgG ist nicht an eine BdB-Mitgliedschaft gebunden. Alle am Markt der gebietseigenen Gehölze teilnehmenden Betriebe können sich zertifizieren lassen. Auch sechs niederländische Baumschulen sind bereits ZgG-Mitglied.

Ein Teil der Ware wird immer noch als "Normalware" nachgefragt und verkauft. Die Anfragen nach gebietseigenen Pflanzen nehmen allerdings zu. Häufig sind auf größeren Anfragen nur wenige Positionen als gebietseigen ausgeschrieben. Um diese Aufträge zu erhalten, ist allerdings die Teilnahme an einer Zertifizierung notwendig.

Prüfungsprozess

  • Zunächst einmal werden die schriftlichen Unterlagen zu den gebietseigenen Beständen geprüft.
  • Wo stehen die gebietseigenen Gehölze? Ist dies auf den Quartierplänen nachvollziehbar zu erkennen?
  • Liegen für die Gehölze die entsprechenden Lieferscheine mit allen notwendigen Angaben vor? Ist der Vorlieferant ebenfalls ein zertifizierter Betrieb und stimmen die Zahlen mit den Angaben auf den Quartierplänen überein, dann ist alles in Ordnung. Ist der Vorlieferant kein zertifizierter Betrieb, muss bis zum Saatgut alle Unterlagen aller Vorlieferanten vorgelegt werden, ein immenser Aufwand.
  • Wo ist die gebietseigene Ware verblieben? Liegen korrekte Lieferpapiere vor und stimmt die dazugehörige Auszeichnung und Etikettierung?
  • Nachdem im Büro alle Unterlagen positiv geprüft worden sind, geht es auf die Felder in die Bestände.
  • Der Auditor muss anhand der Quartierpläne eigenständig die korrekt ausgezeichnete gebietseigene Ware auffinden können.
  • Deckt sich die Anzahl der Bestände mit den schriftlichen Aufzeichnungen? Sind die verschiedenen Herkünfte einer Pflanzenart in Beet und Reihe deutlich voneinander getrennt?
  • Erst wenn alle Fragen positiv beschieden worden sind, ist der Betrieb für ein weiteres Jahr anerkannt.

Zeitaufwand und Nutzen

Die Prüfungen haben in diesem Jahr pro Betrieb eine bis fünf Stunden gedauert. Der innerbetriebliche Aufwand sowie die mit dem Audit verbundenen Kosten sind für die Betriebe hoch. Teilweise sind noch mit gebietseigenen Gehölzen höhere Preise durchzusetzen. Wichtig ist, dass man sich als auditierter Betrieb an allen Ausschreibungen beteiligen kann.

(so)