Westfälisch-Lippische Wintertagung in Rietberg

Wolf-Dieter Giesebrecht dankt Dr. Bernd Hardeweg für seinen Vortrag zum Kennzahlen-vergleich.
Die Teilnehmer der Versammlung.
Die Teilnehmer der Versammlung.
Wolf-Dieter Giesebrecht dankt Dr. Ellen Richter, Pflanzenschutzdienst NRW, für ihren Vortrag zu Gesetzlichen Neuerungen und Maßnahmen beim Auftreten von Quaran-täneschädlingen.
Wolf-Dieter Giesebrecht bedankt sich bei Marius Tegethoff, BdB Berlin, für den Bericht aus der BdB-Geschäftsstelle Berlin.
Wolf-Dieter Giesebrecht bedankt sich bei Anne Schneider, HAVA Kassel, für den Vortrag zur Produkthaftpflicht und zum Produkthaftungsgesetz.

Quarantäneschädlinge, Produkthaftpflichtversicherung und Betriebskennzahlenvergleich – das waren die spannenden Themen, mit denen sich die Westfälisch-Lippischen Baumschuler bei ihrer Wintertagung am 18. Januar beschäftigten.

Wolf-Dieter Giesebrecht eröffnete als Vorsitzender die diesjährige Wintertagung in Rietberg. Er berichtete aus der Arbeit des Vorstandes und zählte die eigenen Termine auf, an denen er für den BdB an Sitzungen teilgenommen hatte. „Das waren viele Termine, es war aber auch sehr viel Spannendes dabei. Ein Highlight war für mich das Fußballspiel des BdB mit den Bundestagsabgeordneten in Berlin.“

Im Anschluss richtete Vizepräsident Helmut Rüskamp ein kurzes Grußwort an die anwesenden Baumschuler.

Dr. Ellen Richter vom Pflanzenschutzdienst NRW berichtete in ihrem Vortrag über gesetzliche Neuerungen und Maßnahmen beim Auftreten von Quarantäneschädlingen. „Wichtig ist, dass beim Einkauf bzw. Einfuhr von gefährdeten Pflanzenarten eine intensive Eingangskontrolle im Betrieb durchgeführt wird. In einem Verdachtsfall sollte der Pflanzenschutzdienst unverzüglich informiert werden“, so appellierte sie an die Betriebe. Ihr Vortrag traf auf rege Diskussion. Die Mitglieder brachten in Bezug auf ihren Vortrag zum Ausdruck, dass es enorm wichtig sei, bei Problemen mit Quarantäneschädlingen eine vernünftige Entschädigungsregelung für die Baumschulbetriebe zu finden.

Marius Tegethoff aus der Geschäftsstelle des BdB informierte über die Arbeit des BdB im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie über die Ergebnisse der BdB-Mitgliederversammlung in Goslar.

Die Mitgliedervertreter die auf der Tagung in Goslar vertreten waren, ergänzten die Ausführungen um die Themenbereiche Ausbildung, Laubgehölze, Obst und Rosen, Unterlagen, Öffentlichkeitsarbeit, sowie Groß- und Einzelhandel.

Die Ergebnisse zur Strukturbefragung in Baumschulen in Westfalen-Lippe trug Hans-Peter Wessels, Landwirtschaftskammer NRW, vor. „Von 122 versendeten Umfragen, kamen 23 Rückmeldungen, was eine Rücklaufquote von 20% ausmacht“, so Hans-Peter Wessels. Ein Thema der Umfrage war u.a. Altersvorsorge, hier machten viele Betriebe die Angabe, dass sie sich noch nicht abgesichert haben. Herr Wessels sieht hier und im Bereich Mitarbeiterqualifizierung und Marketing im Einzelhandel dringenden Handlungsbedarf. Der Wunsch nach Studienfahrten zum Austausch der Kollegen untereinander wurde zudem deutlich aus der Umfrage herausgestellt.

Verbandsdirektor Jürgen Winkelmann informierte über die Verbandsverschmelzung des Landesverbandes Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe e.V. zum Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V., die am 22. Juni 2016 erfolgte. In seinem Vortrag erläuterte er zudem Änderungen in Bezug auf das Landesnaturschutzgesetz NRW und  das Landeswassergesetz NRW.

Nach den intensiven Berichten ging Anne Schneider, HAVA Kassel, in ihrem Vortrag auf das Produkthaftungsgesetz und die Produkthaftpflicht ein und erläuterte diese anhand von Schadensbeispielen.

Dem folgte der Vortrag über das Thema Kennzahlenvergleich - „Wie sieht die optimale Baumschule aus?“, von Dr. Bernd Hardeweg vom Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau, Hannover. Dem Kennzahlenvergleich sollte mehr Bedeutung geschenkt werden, deshalb appellierte Dr. Bernd Hardeweg an die Teilnehmer an einem Kennzahlenvergleich teilzunehmen, um rechtzeitig gegen betriebliche Veränderungen einlenken zu können.

Anschließend diskutierten die Anwesenden der gut besuchten Tagung intensiv zu diesen Themen.

(Text und Fotos: LV W-L)