Michael Koop (li.), stellvertretender Vorsitzender, führt durch die Mitgliederversammlung.
Die BAMAKA-Berufsbekleidung wird den Mitgliedern vorgestellt.
Mal etwas Neues: eine Podiumsdiskussion. (Fotos: BdB)

Mitgliederversammlung des Landesverbandes Baden: Wechsel des Vorsitzenden

Elf Jahre lang war Wilhelm Müller Vorsitzender des Landesverbandes Baden: Elf Jahre in denen viel im Landesverband Baden passierte: Hundertjahrfeier des Gesamt-BdBs, Hundertjahrfeier des BdB-Landesverbandes, Durchführung von Landesgartenschauen, Parlamentarische Abende, Gründung einer GmbH für den Obstreisermuttergarten, Gründung eines Runden Tisches Pflanzenschutz, Hortiregio. Nur die Fusion mit den Landesverbänden Württemberg und Hessen fand nicht statt, so Müller enttäuscht. Dies wäre für ihn der krönende Abschluss gewesen.

Wilhelm Müller übernahm das Amt von Andreas Huben. Andreas Huben ist nun derjenige, der als Nachfolger wieder kandidierte und von allen anwesenden Mitgliedern gewählt wurde. Frank Brossmer übernimmt das Amt des Beisitzers von Anke Schwarz.

Michael Koop bedankte sich sehr emotional im Namen aller badischen Mitglieder bei Wilhelm Müller.

Anschließend berichteten die Mitglieder, die vier Wochen vorher in Goslar bei der BdB-Wintertagung anwesend waren, von den Ergebnissen der jeweiligen Ausschüsse. Claudia Hess informierte zum Thema Ausbildung nicht nur aus Goslar, sie berichtete auch über die aktuellen Entwicklungen der Ausbildungsstandorte in Baden-Württemberg.

Anschließend hielt Herr Ullrich Müller aus Fischerbach einen Vortrag zum Thema „Regionale Produktion als Alleinstellungsmerkmal“. Er berichtete, wie er vor zehn Jahren die Idee hatte, Anbieter regionaler Produkte zu werden und dies auch vor sechs Jahren umsetzte. Er baute einen eigenen Hofladen, in dem nur Produkte regionaler Erzeuger angeboten werden. In diesem Jahr plant er bereits, die Ladenfläche zu verdoppeln, so groß ist die Nachfrage im Hofladen sowie in seinem Online-Shop.

Nicht Regionalität, sondern den Aufbau einer Marke mit einem rotfleischigen Apfel, stellte Frau Schneider vor. Mit der Marke „Stiefkind“ entwickelte sie ein Marketingkonzept, mit dem der Saft eines Apfels vermarktet wird, den ihr Vater vor dreißig Jahren aus Frankreich mitbrachte, wo dieser eher als „Abfallprodukt“ beinahe in Vergessenheit geraten wäre.

Wie sieht nun die Zukunft der badischen Baumschulen aus?

Mit dieser Fragestellung eröffnete Bodo Alberts als Moderator eine Podiumsdiskussion. Eingangs nahmen unterschiedliche Podiumsteilnehmer individuell Stellung.

Nach einer kurzen Diskussionsrunde auf dem Podium wurden alle teilnehmenden Tagungsgäste mit in die Diskussion eingebunden.

Bodo Alberts fasste zum Ende die wichtigsten Aspekte noch einmal zusammen, ohne allerdings zu versäumen, diesen Tag als Anfang eines Prozesses darzustellen, den der Landesverband als Ganzes sowie die einzelnen Betriebe jeder für sich fortführen muss.

(so)