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28.08.2017

Entschädigungsfonds bleibt auf der Tagesordnung

Parallel zu den Beratungen der Ministerien von Bund und Ländern zu den Realisierungsmöglichkeiten eines Entschädigungsfonds nutzt der BdB im Vorfeld der Bundestagswahl auch seine politischen Kanäle, um das Thema in der nächsten Wahlperiode auf der Agenda zu halten.


Dr. Klaus-Peter Schulze MdB (CDU/CSU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Cottbus – Spree-Neiße (Brandenburg) und u. a. Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (li.) besuchte am 21. August 2017 unseren Mitgliedsbetrieb Dubrauer Baumschule (Wiesengrund OT Dubrau). Die Teilnehmer diskutierten die notwendige Schaffung eines Entschädigungsfonds für die deutschen Baumschulen, die Situation bei den Pflanzenschutzmittelzulassungen und die Forderung nach einer steuerfreien Risikorücklage für die Betriebe. Herr Dr. Schulze arbeitete sich aktiv in den Baumschulalltag ein und absolvierte gärtnerische Tätigkeiten, wie das Veredeln von Obstbäumen. Die Baumschule war durch die Inhaberin Simone Radatz vertreten, aus der BdB-Bundesgeschäftsstelle in Berlin war Hauptgeschäftsführer Markus Guhl (re.) mit dabei.

Hierzu bietet die alljährliche Initiative "Praxis für Politik" des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) eine hervorragende Möglichkeit. So wurde der Entschädigungsfonds von den BdB-Vertretern bis Ende August bei sechs Betriebsbesuchen von Bundestagsabgeordneten in unseren Mitgliedsunternehmen thematisiert. Gerade vor Ort in einer Baumschule kann den Abgeordneten die Dringlichkeit des Entschädigungsfonds vor Augen geführt werden. Im Quartier kann die Verletzlichkeit der Freilandproduktion in Bezug auf Quarantäneschädiger besonders eindrücklich demonstriert werden. Denn letztlich sind es die Parlamentarier, die für die Bereitstellung von Haushaltsmitteln des Bundes für eine Entschädigungsregelung sorgen müssen.

Unabhängig davon, in welcher politischen Konstellation sich die nächste Bundesregierung konstituiert, kann der BdB auf dieser direkten Art von Interessenvertretung in der nächsten Legislaturperiode aufbauen. An dieser Stelle sei allen Baumschulen, die sich für ein Politikerpraktikum zur Verfügung stellen, im Namen des gesamten Berufsstandes gedankt.

(gu)