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28.08.2017

IGA Berlin 2017: Ernst Stöckmann Baumschulen ausgezeichnet

Botanische Kostbarkeiten aus der ganzen Welt erwarteten die Besucher in der 14. Hallenschau. Zu verdanken war es der Initiative des Verbandes Botanischer Gärten, der sich anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums etwas Besonderes einfallen ließ: Elf Mitglieder hatten sich auf die Reise zur IGA Berlin 2017 begeben. Sie präsentierten in der Blumenhalle besondere Schätze aus ihren Pflanzensammlungen. Eingebettet unter dem Jubiläumsmotto "Botanische Gärten – gemeinsam für die Vielfalt" wurde eine reiche Auswahl von exotischen Gehölzen bis zu wasserspeichernden Kakteen gezeigt, die bislang selten auf einer Gartenschau präsentiert wurden.


Stöckmann Ehrung: Elke und Klaus Stöckmann nahmen gleich zwei die Ehrungen entgegen: Zur Großen Goldmedaille für die aktuelle Schau gab es noch die für die vergangene Rhododendronschau. IGA-Geschäftsführerin Katharina Lohmann (r.) und Renate Behrmann (l.), gärtnerische Beauftragte, gratulierten.

Blick auf ein beeindruckendes Sortiment der "Wilden" von Klaus Stöckmann.

Stöckmann R. smirnowii Millenium: Zu den außergewöhnlichen Schönheiten aus der Baumschule Ernst Stöckmann gehört die Rhododendron-Sorte 'Millenium'.

Unter dem Motto "In 15 Beeten um die Welt" waren die außergewöhnlichen Pflanzen nach unterschiedlichen Klimazonen aus aller Welt arrangiert: Von den Bewohnern der Sümpfe Floridas über die Trockenwälder Madagaskars bis hin zu skurrilen Gewächsen aus der Wüste Namibias und vom Ende der Welt aus Neukaledonien. Rhododendren aus Borneo gehörten ebenso dazu wie eine Auswahl tropischer Nutzpflanzen. Tafeln mit kurzen Texten erläuterten das umfangreiche Aufgabenspektrum der Botanischen Gärten sowie der Wert und die Bedeutung der pflanzlichen Vielfalt.

Viele der gezeigten Schönheiten stammten aus deutschen Produktionsbetrieben. So lieferten auch die Ernst Stöckmann Baumschulen aus Bad Zwischenahn außergewöhnliche Gehölze. Sie boten neue Züchtungen und Besonderheiten vor allem in Rhododendren, Azaleen und Kalmien. Mit einem Gesamtsortiment von knapp 500 Sorten für jeden Standort und Geschmack sind sie das Markenzeichen der Stöckmann Baumschulen. Von kleinen Pflanzen für Endverkaufsbetriebe bis zu Solitären, die im Bereich des GaLaBaus Verwendung finden, ist bei Stöckmann alles zu entdecken. Gesund und sortenecht aus eigener Vermehrung.

Betriebsinhaber Klaus Stöckmann brachte nun die "Wilden" mit nach Berlin, außergewöhnliche Rhododendren, die mit ihrem Laub für Aufmerksamkeit sorgen. Nicht nur glatt und grün, auch bräunlich auf der Blattunterseite und wie der Wollziest mit haarfeinen silbrigen Fasern überzogen. Dafür tragen sie den klangvollen Namen "Rhododendron Silvervelours". Zu sehen waren auch Rhododendren mit lanzettlichen Blättern, von denen viele wie ein Kragen unter der Blüte angeordnet sind. Wie Rhododendron ponticum "Filigran". Sehr ausgefallen wirkte auch die Sorte Rhododendron roxieanum "Blewburry", deren Blätter sich durch Beläge auszeichneten, die wie Samt über dem Grün schimmern.

Die Jury war beeindruckt und vergab die Große Goldmedaille der Deutschen Bundesgartenschau- Gesellschaft (DBG) "für diese Rhododendron-Präsentation mit Laubschönheiten in einmaliger Qualität und nicht gekannter Vielfalt." Für einzelne Aufgaben erhielt die Baumschule außerdem 21 Gold- und 2 Silbermedaillen.

(Text und Fotos: DBG)