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19.07.2016

Jan-Dieter Bruns ist neuer ENA-Vizepräsident

Am 21. Juni 2016 wurde Jan-Dieter Bruns als deutscher Repräsentant beim Europäischen Baumschulverband ENA zum Vizepräsidenten gewählt. Tim Edwards (Großbritannien) wurde in seinem Amt als Präsident bestätigt.


Der frisch gewählte ENA-Vizepräsident Jan-Dieter Bruns (re.) zusammen mit ENA-Präsident Tim Edwards (Mitte) und ENA-Schatzmeister Willy De Noelf (links). (Foto: BdB)

Die Wahlen fanden im Rahmen der diesjährigen ENA-Generalversammlung statt, die vom bulgarischen Baumschulverband in Sofia ausgerichtet wurde. An der Tagung nahmen Delegierte aus achtzehn ENA-Nationen sowie der stellvertretende bulgarische Landwirtschaftsminister teil.

Wie bereits bei den vergangenen ENA-Sitzungen, wurde die europäische Pflanzenschutzpolitik diskutiert. Dazu zählt die Liste der invasiven Arten, deren Entwurf in den letzten Monaten immer wieder verändert wurde. Auch wenn in der aktuellen Unionsliste kein Gehölz zu finden ist, waren sich die ENA-Delegierten einig, dass eine künftige Dynamik von immer weiteren Arten auf der Liste vermieden werden sollte. Auch müssten sehr genau die regionalen klimatischen Bedingungen abgewogen werden. Eine zweite EU-Liste ist jedoch schon in Vorbereitung, weshalb die ENA in den nächsten Wochen versuchen wird, weiteren Einfluss zu nehmen.

Einmal mehr war das Feuerbakterium Thema der Sitzung. Die italienischen Kollegen berichteten über die Situation in ihrem Land, die ohne Zweifel eine wirtschaftlich schwierige Situation der italienischen Baumschulen mit sich bringt. Die ENA-Mitglieder waren sich aber einig, dass nur durch konsequente Anwendung der EU-Quarantäneschutzrichtlinie eine Ausbreitung des Feuerbakteriums verhindert bzw. zumindest verlangsamt werden kann.

Fester Bestandteil der ENA-Generalversammlung ist der europäische Marktbericht, der eine aktuelle Lageeinschätzung des Wirtschaftssektors gibt. Nach wie vor sind in den süd- und westeuropäischen Ländern schwierige ökonomische Rahmendaten ausschlaggebend. In Mittel-, Ost- und Nordeuropa ist hingegen ein verhalten positives Marktgeschehen erkennbar. Nichts desto Trotz waren sich die Delegierten einig, dass es in den nächsten Jahren weitere massive Rationalisierungsmaßnahmen geben werde. Sich verändernde Märkte, insbesondere im Geschäft mit dem Endverbraucher (Gartencenter, Baumärkte), würden zu einer volatileren Produktion führen, die nur durch eine technische Optimierung der Produktion zu beherrschen sei. Dieses Thema, auch da war man sich einig, soll in den nächsten Jahren intensiv erörtert werden.

(gu)