< Vorheriger Artikel
10.07.2015

Pressemeldung: BdB-Sommertagung 2015: Forderung nach Verpflichtung zu "Grün am Bau"

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. veranstaltete vom 8. bis 11. Juli 2015 seine diesjährige Sommertagung. Gastgeber war der Landesverband Bayern. Rund 200 Teilnehmer folgten seiner Einladung nach Garmisch-Partenkirchen. Im Rahmen der Veranstal-tung forderte der BdB, bei künftigen Baumaßnahmen öffentlicher und privater Bauherren verpflichtend „Grün am Bau“ zu integrieren.


Hierzu äußerte sich der BdB-Präsident Helmut Selders: „Wenn der Bund durch die Schaffung einer sogenannten grünen Infrastruktur die Bedeutung der Pflanzen und Grünanlagen für die Menschen und die Wirtschaft in unserem Land stärken und hervorheben will, dann muss sich diese Politik auch in der Verpflichtung wiederfinden, bei sämtlichen Baumaßnahmen ‚Grün‘ mitzudenken. Dadurch kann auch der vielbeschworene Gegensatz von Flächenverdichtung und Grünflächen in urbanen Räumen aufgehoben werden. Die grüne Infrastruktur wird dadurch ein bedeutender Teil neben der grauen Infrastruktur aus Straßen und Gebäuden.“ So fordert der BdB, eine gesetzliche Verpflichtung, fünf Prozent der Bausumme in Grünanlagen zu investieren.

Zentrale Themen in Präsidiums-, Verwaltungsrats- und Hauptausschusssitzungen waren darüber hinaus: Pflanzengesundheit, Bundesnaturschutzgesetz, Ausbildungsoffensive „Zukunft Grün“ und die Diskussion um die Entwicklung eines Leitbildes für den Berufsstand.

Traditionsgemäß findet auf den Sommertagungen neben den Gremiensitzungen die Veranstaltung „Der BdB informiert“ statt. Schwerpunkt war der Bericht des Präsidenten sowie ein strategischer Ausblick des Hauptgeschäftsführers auf die kommenden fünf Jahre. Bestandteil der Tagung waren auch Fachvorträge der externen Referenten Dr. Bernd Hardeweg und Christoph Straeter, die zu Benchmarking für Baumschulen und dem aktuellen Stand vom WeGa e.V. – Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau sprachen. Begleitet wurde die Veranstaltung von Fachexkursionen und einem gesellschaftlichen Rahmenprogramm.