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27.10.2014

Erste „Zertifizierte Markenbaumschule“ nach neuem Anerkennungsschema

In der vergangenen Woche wurde das erste BdB-Mitgliedsunternehmen, die Baumschulen Helmut Selders, Haan, nach dem neuen Anerkennungsschema zertifiziert. Die „Zertifizierte Markenbaumschule“ ist die Nachfolge-Anerkennung der zuvor bekannten Deutschen Markenbaumschule, die zum Ende des Jahres ausläuft.


Die Auditoren (v.l.n.r.) Ralf Lüttmann und Kersten Steudel im Vorgespräch mit dem für die Gehölzproduktion verantwortlichen Meister Ralf Meseck.

Kontrolle der Anzuchten.

Rückfragen: Ralf Lüttmann (3.v.l.) im Gespräch mit Ralf Meseck (1.v.l.) und Peter Selders (2.v.l.), als Beobachter Heinrich Gerstenkorn (r.). Fotos: BdB

Anerkennung neu geordnet

Die BdB-Anerkennung zur „Zertifizierten Markenbaumschule“ ist neu geordnet und startete in diesem Jahr auch mit ihrem fachlichen Zusatz. Dabei hat das Anerkennungsverfahren eine neue Systematik bekommen. Basis der Neuordnung ist zunächst eine erfolgreiche Prüfung des Baumschul-Unternehmens nach dem GAP-Standard (Good Agricultural Praxis oder Gute landwirtschaftliche Praxis).

Um künftig unabhängig geprüfte Aussagen über die Fachlichkeit eines Unternehmens machen zu können, hat der BdB die Anforderungen für eine fachliche Qualifizierung formuliert. Die Neuordnung des Anerkennungsverfahrens wurde sowohl in Goslar wie auch auf den Landesverbandstagungen vorgestellt.

Erste Baumschulen in der Prüfung

Jeweils stehen die Gehölze und die Gehölzanzucht im Mittelpunkt der Prüfungen. Sie lehnen sich an die fachlichen Inhalte der ehemaligen Anerkennung zur Deutschen Markenbaumschule an. Derzeit vollziehen 30 bis 50 Baumschulen den ersten Stufen der Prüfungen. Einige von ihnen haben die die GAP-Prüfung bereits abgelegt. In einem ersten Schritt haben rund 20 Baumschulen signalisiert, auch in die fachliche Zertifizierung zu starten. Zuletzt waren rund 300 Baumschulen berechtigt, die Bezeichnung „Deutsche Markenbaumschule“ für ihr Unternehmen zu nutzen.

Bundesweit dieselben Maßstäbe

Der BdB hat jetzt die Anforderungen für eine fachliche Qualifizierung formuliert und in eine Systematik eingebunden, die den Rahmenbedingungen einer qualifizierten Zertifizierung entsprechen. Diese Systematik steht der Praxis zur Verfügung. Sie soll sicherstellen, das bundesweit mit denselben Maßstäben geprüft und gemessen wird, unabhängig davon, welches akkreditierte Prüfinstitut mit der Zertifizierung eines Unternehmens beauftragt wird.

Mit der Einführung der neutralen, von dritter Seite geprüften, fachlichen Qualifizierung soll den Mitgliedsbetrieben ermöglicht werden, ihren hohen betrieblichen Standard nach außen aktiv gegenüber ihren Kunden zu verdeutlichen. Interessierte Unternehmen können sich melden, um sich bei der BSG BdB-Servicegesellschaft für ein Audit im Hinblick auf die zusätzliche fachliche Qualifizierung vormerken zu lassen.