Schlaglicht

BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl
(Foto: Christian Malsch für BdB)

Ausgabe Januar 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Jahr hat begonnen, und mit ihm sind viele Erwartungen verbunden. Privat wünschen wir uns alle viel Glück und Gesundheit, geschäftlich aber den Erfolg.

Die ersten Eindrücke des Jahres 2018 aus unserer Branche sind ermutigend. Nicht nur unsere Wintertagung in Goslar fand gefühlt in wirtschaftlich guter Grundstimmung statt. Auch die Aussteller auf der Internationalen Pflanzenmesse in Essen schienen durch die Bank weg gute geschäftliche Kontakte im Vorfeld der nahen Frühjahrssaison geknüpft zu haben.

Nun kann man sagen, ein gefühlter Umsatz ist noch kein wahres Geld in der Tasche. Aber wenn man sich auf der anderen Seite den alten Spruch zu Herzen nimmt "50 Prozent der Wirtschaft sind Psychologie" dann sind die Voraussetzung für die nächsten Monate durchaus günstig.

Natürlich sind gerade in unserer Branche viele Faktoren einflussgebend. Dabei geht es nicht nur um das Geschäftsgebaren unserer Partner und Kunden, sondern auch um die Witterungseinflüsse. Das letzte Jahr mit seinem milden Winter und den späten Frösten hat uns wieder einmal gelehrt, wie risikoreich "unser Geschäft mit der Natur" ist. Daher sind die Überlegungen des Bundeslandwirtschaftsministers, einen Ausgleichsfonds für Wetterkapriolen zu schaffen, nicht von vornherein von der Hand zu weisen. Deshalb sind wir gespannt, wie diese Diskussion weiter geht.

Zuvörderst liegt uns natürlich der Entschädigungsfonds für unsere Branche im Falle eines Auftretens von Quarantäneschädigern am Herzen. Hier muss nach wie vor schnell gehandelt werden. Ein Gespräch mit Minister Schmidt auf der Grünen Woche hat uns gezeigt, dass er dieses Thema ernst nimmt und zunehmend auch die europäische Dimension der Quarantäneschädiger in Betracht zieht. So konnte Schmidt von Gesprächen mit der französischen Regierung berichten, bei dem auch das Thema Xylella zur Sprache kam. Hier gilt es für uns also, am Ball zu bleiben.

Ich darf Ihnen an dieser Stelle noch einmal alles Gute für das noch junge Jahr wünschen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr
Markus Guhl

Berlin, 30. Januar 2018